Die SBB treiben mehrere zuvor sistierte Immobilienprojekte nun doch weiter. Wie das Unternehmen heute mitteilte, sollen die Vorhaben realisiert werden, nachdem vor einem Monat wegen der angespannten finanziellen Lage infolge der Coronakrise noch eine Reduktion der Investitionen im Immobilienbereich angekündigt worden war.
Damals hatten vor allem die gestoppten Projekte für Aufmerksamkeit gesorgt, die praktisch oder bald baureif waren. Für die Jahre 2021 bis 2025 sollten die Kürzungen rund 700 Millionen betragen. Gegen diesen Schritt regte sich auch Widerstand: "Dagegen wehrte sich" unter anderen der Dachverband Bauen Schweiz in einem offenen Brief.
Nun kehrt die SBB bei diesen Projekten auf den ursprünglichen Kurs zurück. "Diese Projekte werden nun wie ursprünglich geplant realisiert: Renens-Prilly, Central Malley Aire A + Aire B / Renens Quai Ouest, Bâtiment Est / Bern Neubau Bollwerk 2-8 / Zürich Elvetino Limmatstrasse / Zürich Wollishofen Bahnhofplatz / Horgen-Oberdorf und Winterthur Stellwerk II." Bei den meisten dieser Projekte seien die Voraussetzungen für einen Baubeginn bis im Sommer 2022 gegeben.
Auch bei weiteren Vorhaben geht die Planung weiter. Die SBB halten laut Mitteilung an der Planung von rund dreissig weiteren Projekten fest, deren Sistierung ebenfalls vorgesehen war. Über einen Baustart soll dort jeweils später erneut entschieden werden.
Zum erneuten Kurswechsel heisst es in der Medienmitteilung, er sei möglich geworden, "weil die SBB die Finanzierungsmodalitäten bei Beschaffungen anpasse und so den finanziellen Spielraum erhöhe".



